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Das Gebiet der Interessengemeinschaft Struck umfasst örtlich den gesamten südwestlichen Stadtbereich von Lüdinghausen. Der Struck war noch um die Jahrhundertwende zum großen Teil Weidegebiet. Dieses Weidegebiet wurde auch die ‚Lüdinghauser Gemeinheiten’ genannt und hier hüteten die Bürger das Vieh.

Durch die Eröffnung der Weltverkehrsstrassen, der Eisenbahn 1875 und des Dortmund-Ems-Kanales im Jahre 1899 trat Lüdinghausen aus seiner früheren Abgeschiedenheit heraus. Von innen und außen drängte es nach weiterer Entwicklung, nach Neubauten und Neuanlagen. Im Westen, wo nach der Eröffnung der Eisenbahnlinie das Bedürfnis nach Erweiterung sich besonders bemerkbar machte, war kein Bauplatz zu haben.

Diesen Tatsachen konnte sich niemand verschließen und so kam eine Lösung in der Weise zustande, dass die Stadt das Gebiet aufkaufte und zugleich eingemeindete. Der Erwerb der Grundstücke geschah durch notariellen Vertrag vom 6. Februar 1904.

Damit endete die ‚Weidegerechtsame’ im Struck und gleichzeitig eine Epoche der Lüdinghauser Geschichte. Dieses Ereignis war den Bürgern wichtig genug, den letzten Heimtrieb der Tiere besonders zu gestalten. Die Kühe waren geschmückt und herausgeputzt als sie 1904 zum letzten Male feierlich in die Stadt begleitet wurden.

Zur Erinnerung an diese Zeit, an den letzten Kuhhirten Weidemann mit seinem Hund Fidelchen wurde am 26. September 1951 ein Denkmal gesetzt: Die Struckskuh.

Indem damals noch dünn besiedelten Gebiet haben sich nach mündlichen Überlieferungen schon Anfang der 20er Jahre Nachbarschaften zusammengefunden und Kinderfeste (Lambertus, Kinderschützenfest) gefeiert.
 
Im Verlauf der Jahre erkannte man aber, dass man die Feste gemeinsam besser arrangieren kann. Man wuchs auch räumlich durch Bebauung immer mehr zusammen. Auf Initiative von Bernhard Alterkemper schlossen sich die verschiedenen Nachbarschaften zusammen und führten die Feste nach mündlich festgelegten Regularien und Satzungen durch. 1937 wurde erstmalig in einem Artikel der ‚Lüdinghauser Rundschau’ von einem Kinderschützenfest im Struck berichtet.

In den Kriegsjahren und noch einige Jahre nach dem Krieg wurde wenig gefeiert, dafür war die Nachbarschaftshilfe umso größer. Ab 1948 wurde die alte Tradition der Kinderschützenfeste erweitert und die erwachsenen feierten ein großes Schützenfest. Ein Vogel aus einer geschmückten Runkel wurde mit Steinen abgeworfen.

Bis 1953 wurden die Schützenfeste auf dem Hof und der Tenne bei Alterkemper gefeiert, im Jahre 1955 auf dem Gelände der ehemaligen Gaststätte Gerversmann.

Am 8. November 1950 bestätigte die Generalversammlung die erste Satzung. Seit dem 20. September 1968 ist unser Verein beim Amtsgericht Lüdinghausen im Vereinsregister unter der Nummer 288 eingetragen.

Ab 1956 wurde ein großes Festzelt angemietet und auf dem Stadionvorplatz gefeiert.

Im Jahre 1958 wurde unsere Vereinsfahne eingeweiht.

1969 wurde in der Generalversammlung beschlossen in Zukunft den Vogel nicht mehr abzuwerfen, sondern auf einen Holzvogel zu schießen.

1990 ging ein lang gehegter Traum in Erfüllung, denn das vereinseigene  Struckhaus wurde eingeweiht.

Im gleichen Jahr wurde ein neues Schützenfest-Zeitalter eingeläutet. Im turnusmäßigen Wechsel mit der Bürgerschützengilde und der Mühlenpoat feiern wir im Struck alle 3 Jahre ein großes  Volks- und Schützenfest. Das Jahr 2000 und die 1200-Jahr-Feier der Stadt Lüdinghausen waren Anlass, ein großes gemeinsames Schützenfest mit allen Lüdinghauser und Seppenrader Vereinen zu feiern:

‚Stadt und Land, Hand in Hand’

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